



Grüne Weiden, leuchtende Rapsfelder, windschiefe Bäume. Deiche, hinter denen sich die Unendlichkeit des Meeres erstreckt. Kanäle, die das ganze Land wie ein Netz durchziehen. Ostfriesland hautnah erleben – so richtig gut geht das vom Fahrrad aus. Die 290 Kilometer lange Friesenroute führt durch abwechslungsreiche Landschaften wie Moor, Geest und Marsch zu Häuptlingsburgen, Schlössern, Windmühlen und Kirchen.
Die Emder nennen ihren Hafen Delft. Hier ist immer was los. Also, die Räder am Kaiufer„geparkt“ und erst einmal gucken. Seele baumeln lassen. Möwen kreisen am Himmel. In der Ferne gibt ein Schiff Signal. Emden ist seit Jahrhunderten eine bedeutende Seehafenstadt. Große und kleine Segel- und Motorschiffe schlagen Wellen im Hafenbecken. Ein anderer berühmter Sohn der Stadt ist Henri Nannen. Der frühere„Stern“-Chef ließ hier für seine Gemäldesammlung eine„Kunsthalle“ bauen.
Seitdem sind etwa Emil Nolde und Franz Radziwill auch in Emden daheim. Wo sonst als in Ostfriesland wären sie besser aufgehoben – in einer Landschaft wie gemalt? Die gilt es in dieser Woche per Rad zu erkunden. Aufgesetzt. Und los geht’s.
Das Gute: Wer die Friesenroute von Emden aus abradelt, hat meist den Wind im Rücken. Und wenn die Brise doch mal zu stark wird: Grüne Deiche, windschiefe Bäume, idyllische Warfendörfer mit mittelalterlichen Backsteinkirchen laden zur Rast ein.
Das erste Etappenziel: das kleine Fischerdorf Greetsiel. Die Fahrt dorthin führt durch die Krummhörn entlang des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Weiter geht es auf dem Deich nach Norden-Norddeich. Die älteste Stadt Ostfrieslands ist zugleich Seebad. Hier besteht die Möglichkeit zu einem
Tagesausflug zur Insel Norderney.
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Auf schnurgeraden Wegen entlang des Deiches ist die Herrlichkeit Dornum das nächste Ziel. Am Ringkanal geht es weiter in Richtung Aurich, der heimlichen Hauptstadt Ostfrieslands. Nach einem Stadtbummel geht es weiter „immer am Kanal entlang“ direkt ins Fehngebiet von Großefehn. Auf der letzten Etappe führen die typischen Fehnkanäle mit ihren pittoresken Klappbrücken den Radwanderer wieder nach Emden.
